Gebratener Gemüse-Reis aus dem Wok

Kalter Reis vom Vortag, TK-Gemüsemischung und Ei in der heißen Pfanne – fertig in 10 Minuten. Kostet pro Portion unter 60 Cent und ist trotzdem ein vollwertiges Mittagessen.

MittagVegetarischUnter 400 kcalSchnell · 15 MinUnter 1 €/Portion
Pro Portion0,59 €
Gesamt2,35 €
Zeit15 Min
kcal / Portion380
kcal gesamt1520
AufwandEinfach
Gebratener Gemüse-Reis aus dem Wok

Zutaten

Portionen
4
reicht für 4 Personen

tippe eine Zutat zum Abhaken

  • Langkornreis/Parboiled (Trockenmenge, am Vortag kochen)300 g0,45 €
  • TK-Gemüsemischung (Pfannengemüse)400 g0,96 €
  • Eier30,75 €
  • Knoblauch2 Zehen0,07 €
  • Sojasoße3–4 EL0,10 €
  • Speiseöl (Raps oder Sonnenblume)1 EL0,02 €
  • Salz, Pfeffer (Gewürzpauschale)1 Prise
Zutaten gesamt2,35 €

Regalpreise, Stand Juni 2026 · zum Preisradar

380kcal
12 gEiweiß
68 gKohlenh.
7 gFett
pro Portion

Dieses Gericht ist im Grunde ein Trick, den asiatische Haushalte seit Jahrzehnten kennen: Reis vom Vortag in die heiße Pfanne, ein bisschen Gemüse dazu, Ei rein, Sojasoße drauf. Fertig. Der Witz daran ist, dass die Qualität mit minimalem Aufwand zustande kommt – nicht trotz des einfachen Ansatzes, sondern wegen ihm. Frischer Reis würde das nicht funktionieren. Tiefkühlgemüse ist hier keine Kompromisslösung, sondern die günstigste und praktischste Option. Und die drei Eier machen aus einer Beilagenschüssel ein echtes Mittagessen mit über 12 g Eiweiß pro Portion. Für vier Personen kostet das Ganze 2,35 €. Pro Portion also 0,59 €. Das ist kein Versehen und auch kein Kniff mit Mini-Portionen – vier normale Tellerfüllungen, rund 380 kcal pro Portion, 10 Minuten Kochzeit. Wenn man vorher Reis gekocht hat (was man nebenbei machen kann, während man etwas anderes tut), geht alles andere in einer einzigen Pfanne auf.

Zubereitung

  1. Reis am Vortag kochen (300 g trocken ergibt gut 700 g gekochten Reis) und offen auskühlen lassen, dann in den Kühlschrank stellen. Das ist der wichtigste Schritt – direkt aus dem Topf ist er zu feucht.
  2. Eine große Pfanne oder einen Wok auf hohe Hitze bringen. Das Öl hineingeben und kurz warten, bis es leicht zu schimmern beginnt.
  3. Knoblauch fein hacken und 30 Sekunden anbraten, bis er duftet. Dann die gefrorene Gemüsemischung direkt aus dem Beutel dazugeben und bei starker Hitze 3–4 Minuten unter gelegentlichem Rühren durchschwenken, bis das Gemüse gar und das Wasser verdunstet ist.
  4. Kalten Reis hinzufügen, alles flach drücken und 2–3 Minuten ohne Rühren braten – so entsteht unten eine leicht krossere Schicht. Dann erst durchmischen.
  5. Reis und Gemüse an den Rand schieben, in der Pfannenmitte die drei Eier aufschlagen. Kurz stocken lassen, dann mit dem Reis verrühren, bis die Eier durch sind.
  6. Sojasoße darübergießen, einmal kräftig durchschwenken und mit Pfeffer abschmecken. Sofort auf vier Teller oder Schüsseln verteilen.
Tipp: Wer keinen Resteis hat: 300 g Reis kochen, dünn auf einem Blech ausbreiten und mindestens 1 Stunde auskühlen lassen. Geht notfalls auch – wird aber nicht ganz so kross wie gekühlter Reis vom Vortag. Für etwas mehr Tiefe lohnt sich am Ende ein kleiner Spritzer Sesamöl (braucht man kaum, aber der Unterschied ist deutlich). Extra-Schärfe kommt mit einem Klecks Sambal Oelek.

Warum kalter Reis vom Vortag der eigentliche Trick ist

Frisch gekochter Reis hat einen hohen Restfeuchtigkeitsgehalt. In der heißen Pfanne gibt er diesen Dampf ab – das Ergebnis ist Matsch statt Kross. Reis, der eine Nacht im Kühlschrank stand, hat diese Feuchtigkeit weitgehend verloren: die Körner sind trockener, fester und halten beim Braten ihre Form. Sie bräunen statt zu dampfen.

Noch besser funktioniert es, wenn man den frisch gekochten Reis offen in einer Schüssel auskühlen lässt (nicht direkt abdecken) und dann erst in den Kühlschrank stellt – so kann überschüssige Feuchtigkeit entweichen. Das klingt nach einem Details, macht aber einen spürbaren Unterschied auf dem Teller.

Ein kurzer Hinweis zur Sicherheit: Gekochter Reis sollte nicht zu lange offen bei Raumtemperatur stehen, weil das Bakterium Bacillus cereus in schlecht gelagertem Reis Probleme machen kann. Innerhalb von zwei Stunden in den Kühlschrank und nicht länger als 1–2 Tage aufbewahren. Beim Aufwärmen – also beim Braten hier – wird er eh komplett erhitzt, also ist das kein wirkliches Risiko, solange man den Kühlschrankteil ernst nimmt.

Das richtige Gemüse und warum TK oft die bessere Wahl ist

TK-Pfannengemüse kostet im Discounter für 750 g unter 1,80 € und enthält meist eine Mischung aus Paprika, Brokkoli, Möhren, Zuckerschoten und Mais. Das ist für dieses Gericht ideal, weil alle Stücke ähnlich groß geschnitten sind und gleichzeitig garen. Frisches Gemüse wäre zwar theoretisch möglich, aber deutlich teurer und du müsstest alles einzeln schneiden und auf die richtige Garzeit achten.

Den gefrorenen Gemüsewürfel einfach direkt aus dem Beutel in die heiße Pfanne – kein Auftauen nötig. Das Wasser, das beim Auftauen entsteht, verdampft schnell, wenn die Pfanne wirklich heiß ist. Wichtig: nicht zu viel auf einmal in die Pfanne, sonst fällt die Temperatur zu stark ab und alles kocht statt zu braten. Wenn die Pfanne klein ist, lieber in zwei Ladungen oder etwas weniger Gemüse nehmen.

Wer noch Gemüse loswerden will, das im Kühlschrank rumliegt: halbierte Kirschtomaten, Frühlingszwiebeln, übrig gebliebene Paprika – alles passt. Am Ende mit dem Reis dazu, kurz mitbraten, das war's.

Varianten und was das Gericht noch besser macht

Die Basisversion ist mit Absicht schlank gehalten, damit sie wirklich in 10 Minuten funktioniert. Aber ein paar Ergänzungen lohnen sich:

Sesamöl: Ein halber Teelöffel direkt vor dem Servieren drüber – nicht beim Braten, sonst verbrennt es. Der Geschmack ist intensiv genug, dass man kaum etwas braucht, aber der Unterschied ist unverkennbar.

Frühlingszwiebeln: Ein Bund kostet 0,59 € und gibt dem fertigen Gericht Frische und ein bisschen Biss. In feine Ringe schneiden und erst nach dem Kochen darüber streuen.

Mehr Eiweiß: Ein viertes Ei rein, oder übrig gebliebenes Hähnchen vom Vortag kleinschneiden und gegen Ende in die Pfanne geben. Tofu (fest, gut ausgedrückt) geht auch sehr gut, dann ist das Gericht rein vegan.

Schärfe: Sambal Oelek oder Sriracha am Tisch, damit jeder selbst dosieren kann. Das Grundgericht ist mild und damit auch für Kinder geeignet.

Häufige Fragen

Muss es unbedingt Langkornreis sein?

Nein, aber er eignet sich am besten, weil die Körner nach dem Kochen locker und trocken bleiben. Rundkornreis (z. B. Milchreis) ist stärker und klebt mehr – das macht Fried Rice schwieriger. Basmatireis funktioniert gut, ist aber teurer. Parboiled ist die günstigste und zuverlässigste Wahl für dieses Gericht.

Ich habe kein TK-Pfannengemüse – was kann ich nehmen?

Fast alles, was du gerade hast: gewürfelte Möhren (etwas länger braten), Reste von Brokkoli oder Blumenkohl, Mais aus der Dose, Paprika in Streifen. Wer nur TK-Erbsen hat, die gehen ebenfalls, dann ist es eine abgespeckte Version. Hauptsache, das Gemüse ist auf ähnliche Stückgrößen geschnitten und kommt in die heißen Pfanne, bevor der Reis.

Kann ich das Gericht vorbereiten und mitnehmen?

Ja, funktioniert gut als Meal-Prep. In einer Lunchbox hält es sich im Kühlschrank bis zum nächsten Tag. Beim Aufwärmen in der Mikrowelle einen Esslöffel Wasser dazu und abdecken, damit er nicht austrocknet. Frisch schmeckt er etwas knuspriger, aber warm aufgewärmt ist er trotzdem solide.

Wie verhindere ich, dass der Reis an der Pfanne klebt?

Zwei Dinge: die Pfanne muss wirklich heiß sein, bevor der Reis reinkommt – auf mittlerer Hitze klebt er sofort. Und nicht zu früh rühren. Den Reis 2–3 Minuten in Ruhe lassen, dann hat er unten eine Art Kruste gebildet und löst sich leichter. Eine beschichtete Pfanne oder ein gut eingebrannter Wok helfen natürlich ebenfalls.

Was kosten die Zutaten gerade?

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