Gebratener Reis mit Ei und Sojasoße

Klassische Resteverwertung: kalter Reis aus dem Kühlschrank wird in wenigen Minuten zur sättigenden Pfanne. Mit Ei, Sojasoße und ein paar TK-Erbsen ist das schon ein komplettes Abendessen.

MittagVegetarischUnter 400 kcalSchnell · 15 MinUnter 1 €/Portion
Pro Portion0,91 €
Gesamt1,81 €
Zeit15 Min
kcal / Portion390
kcal gesamt780
AufwandEinfach
Gebratener Reis mit Ei und Sojasoße

Zutaten

Portionen
2
reicht für 2 Personen

tippe eine Zutat zum Abhaken

  • gekochter Reis (kalt, vom Vortag)300 g0,15 €
  • Eier41,00 €
  • TK-Erbsen100 g0,33 €
  • Frühlingszwiebeln20,20 €
  • Sojasoße3–4 EL0,10 €
  • Pflanzenöl1 EL0,03 €
  • Pfeffer1 Prise
Zutaten gesamt1,81 €

Regalpreise, Stand Juni 2026 · zum Preisradar

390kcal
18 gEiweiß
50 gKohlenh.
14 gFett
pro Portion

Wenn am nächsten Tag noch Reis im Topf ist, landet er bei mir meistens hier. Kalter Reis aus dem Kühlschrank, vier Eier, ein paar Erbsen aus dem Tiefkühler – das ist in 15 Minuten auf dem Tisch und kostet für zwei Personen zusammen 1,81 €. Das klingt nach wenig, ist aber wirklich ein komplettes Abendessen. Gebratener Reis ist in Asien aus gutem Grund kein Arme-Leute-Essen, sondern ein fester Teil der Alltagsküche – und wer einmal verstanden hat, wie er richtig kross wird, macht ihn ständig.

Zubereitung

  1. Öl in einer großen Pfanne auf hoher Hitze erhitzen. Der Reis braucht wirklich heiße Pfanne, sonst klebt er nur.
  2. Kalten Reis hineinschütten und flach drücken. Etwa 2–3 Minuten ohne Rühren braten, damit er unten leicht kross wird.
  3. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Die Hälfte davon und die gefrorenen Erbsen direkt aus dem Beutel in die Pfanne geben, alles gut durchschwenken.
  4. Reis an den Pfannenrand schieben, in der Mitte die Eier aufschlagen. Kurz stocken lassen, dann alles verrühren, bis die Eier durch sind.
  5. Sojasoße darübergießen, einmal kräftig durchmischen. Mit Pfeffer abschmecken.
  6. Auf zwei Teller verteilen und mit den restlichen Frühlingszwiebeln bestreuen.
Tipp: Am besten funktioniert das mit Reis, der mindestens eine Nacht im Kühlschrank stand – frisch gekochter ist zu feucht und wird matschig. Wer keinen Resteis hat, einfach 150 g Reis kochen und kalt stellen. Für etwas mehr Würze geht auch ein Spritzer Sesamöl am Ende.

Darum lohnt sich dieses Rezept

Für 0,91 € pro Portion bekommst du 390 kcal und 18 g Eiweiß auf dem Teller – die vier Eier machen den Unterschied. Die Gesamtzeit ist 15 Minuten, davon 5 Minuten Vorbereitung. Das Gericht ist außerdem der ideale Verwendungszweck für Reis vom Vortag: statt ihn wegzuwerfen oder kalt zu essen, wird er zur Hauptzutat. Wer regelmäßig Reis kocht, kann einfach immer etwas mehr machen und ihn im Kühlschrank parken – dann ist dieses Abendessen jederzeit möglich, ohne extra einkaufen zu gehen.

Tipps & Varianten

Gemüse rein geht immer und kostet kaum extra: eine halbe Paprika in Würfel, ein paar Reste Möhre, Mais aus der Dose. Einfach zusammen mit den Erbsen in die Pfanne. Wer mehr Eiweiß will, nimmt ein fünftes Ei oder schneidet gebratenes Hähnchenbrustfleisch vom Vortag klein und hebt es am Ende unter. Sojasoße ist die wichtigste Würzkomponente, aber ein Schuss Sesamöl direkt vor dem Servieren gibt nochmal eine andere Tiefe dazu – sparsam einsetzen, der Geschmack ist intensiv. Wer es scharf mag, gibt Sambal Oelek oder Sriracha dazu, am besten zum Schluss auf dem Teller, damit nicht alle mitessen müssen. Die Mengen im Rezept sind für zwei Personen als Hauptgericht; als Beilage reicht es auch für drei.

Aufbewahrung & Meal-Prep

Kalter Reis ist hier nicht nur Resteverwertung, er ist die Voraussetzung: frisch gekochter Reis enthält zu viel Feuchtigkeit, er dampft in der Pfanne statt zu braten und wird matschig. Mindestens eine Nacht im Kühlschrank, besser offen in einer Schüssel stehen lassen damit er antrocknet. Gekochten Reis im Kühlschrank nicht länger als 1–2 Tage aufbewahren und gut durcherhitzen beim Verwenden – Bacillus cereus, das Bakterium das in schlecht gelagertem Reis vorkommen kann, ist kein Mythos. Heiß aufwärmen, fertig. Das fertige Gericht lässt sich ebenfalls kurz im Kühlschrank aufbewahren, aber frisch schmeckt es deutlich besser – die Krosshheit geht schnell verloren.

Häufige Fragen

Warum muss der Reis vom Vortag sein?

Frisch gekochter Reis ist innen noch feucht. In der heißen Pfanne gibt er diesen Dampf ab und wird weich und klebrig statt kross. Gekühlter Reis hat diese Feuchtigkeit abgegeben, die Körner sind trockener und halten beim Braten besser ihre Form. Das ist der entscheidende Unterschied.

Ich habe keinen Resteis – kann ich frischen nehmen?

Ja, aber du musst ihn vorbereiten. Reis kochen, möglichst dünn auf einem Backblech oder in einer Schüssel ausbreiten und mindestens eine Stunde auskühlen lassen, besser über Nacht im Kühlschrank. Ein Notbehelf: frisch gekochten Reis in die Pfanne geben, aber dann auf wirklich hoher Hitze braten und weniger rühren, damit er zumindest teilweise kross wird.

Geht das auch vegan, ohne Ei?

Klar. Das Ei weglassen oder durch gewürfelten festen Tofu ersetzen – Tofu vorher trocken tupfen und mit etwas Kurkuma anbraten, das gibt Farbe und Biss. Sojasoße und Gemüse bleiben gleich. Das Gericht ist dann komplett vegan und durch den Tofu trotzdem sättigend.

Welches Gemüse passt noch dazu?

TK-Mais, gewürfelte Paprika, Reste von gekochtem Brokkoli oder Möhren, Babyspinat der gerade weg muss – alles funktioniert. Gefrorenes Gemüse direkt aus dem Beutel rein, es taut in der heißen Pfanne schnell auf. Reste von gestern sind hier sogar besser als frisches Gemüse, weil sie schon gar sind und nur kurz mitgeschwenkt werden müssen.

Was kosten die Zutaten gerade?

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