Linsentopf mit Kartoffeln und Wiener Würstchen

Klassischer deutscher Eintopf: braune Tellerlinsen, festkochende Kartoffeln und Wiener Würstchen garen gemeinsam in Brühe – günstig, sättigend, familientauglich und ideal zum Vorkochen.

MittagAbendessenHigh ProteinUnter 1 €/PortionMeal-Prep
Pro Portion0,90 €
Gesamt3,58 €
Zeit45 Min
kcal / Portion490
kcal gesamt1960
AufwandEinfach
Linsentopf mit Kartoffeln und Wiener Würstchen

Zutaten

Portionen
4
reicht für 4 Personen

tippe eine Zutat zum Abhaken

  • braune Tellerlinsen (trocken)300 g0,59 €
  • festkochende Kartoffeln600 g0,60 €
  • Wiener Würstchen (ca. 6 Stück)300 g2,10 €
  • Zwiebel1 große0,07 €
  • Gemüsebrühe (2 Würfel)ca. 1,2 l0,20 €
  • Rapsöl1 EL0,02 €
  • Lorbeer2 Blätter
  • Essig (Apfel- oder Weißweinessig)1 EL
  • mittelscharfer Senf1 TL
  • Salz und Pfeffernach Geschmack
Zutaten gesamt3,58 €

Regalpreise, Stand Juni 2026 · zum Preisradar

490kcal
24 gEiweiß
56 gKohlenh.
19 gFett
pro Portion

Linsentopf mit Würstchen ist eines dieser Gerichte, die es in fast jeder deutschen Familie irgendwie gibt – mal mit Speck, mal mit Wurst, immer mit diesem leicht säuerlichen Abschluss, der alles zusammenbringt. Das Rezept hier ist bodenständig und kommt ohne große Schnörkel aus: Tellerlinsen, Kartoffeln, Wiener, Brühe. Wer einen großen Topf hat und eine Stunde Zeit, kocht sich damit gleich vier satte Portionen.

Zubereitung

  1. Linsen in einem Sieb kalt abspülen. Kartoffeln schälen und in grobe Würfel schneiden, etwa 2 cm. Zwiebel fein würfeln. Würstchen in dicke Scheiben schneiden.
  2. Öl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel darin 3–4 Minuten glasig anschwitzen.
  3. Linsen und Kartoffelwürfel dazugeben, kurz umrühren. Brühe angießen, Lorbeerblätter hineinlegen und alles aufkochen lassen.
  4. Hitze reduzieren, Deckel halb auflegen. Bei mittlerer Hitze 20–25 Minuten köcheln, bis Linsen und Kartoffeln weich sind. Gelegentlich umrühren, damit die Linsen nicht am Boden ansetzen.
  5. Würstchenscheiben einrühren und weitere 5 Minuten mitziehen lassen. Lorbeerblätter herausnehmen.
  6. Essig und Senf unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Der Essig ist kein Muss – aber er rundet den Eintopf spürbar ab.
Tipp: Wer den Topf sämiger mag: einen Teil der Kartoffeln und Linsen kurz mit dem Kartoffelstampfer andrücken – das dickt an, ohne dass alles breiig wird. Für Kinder die Würstchen gerne drin lassen und auf Essig verzichten. Reste schmecken am nächsten Tag noch besser, weil die Linsen weiter durchziehen. Im Kühlschrank hält sich der Eintopf 4–5 Tage, einfrieren klappt ebenfalls gut – portionsweise, ohne Würstchen falls möglich, die werden beim Auftauen manchmal etwas gummig.

Darum lohnt sich dieses Rezept

Vier ordentliche Portionen für insgesamt unter 4 Euro – das ist der Kern. Braune Tellerlinsen sind eine der günstigsten Eiweißquellen im Supermarkt, die Kartoffeln machen satt, und die Wiener bringen Würze und Fett mit, ohne das Budget zu sprengen. Pro Portion kommen rund 490 kcal und 24 g Eiweiß zusammen, was für ein Eintopfgericht wirklich gut ist. Das Rezept braucht außerdem kaum Aufmerksamkeit: einmal aufkochen, Hitze runter, ab und zu umrühren. Kein Timing-Stress, kein Multitasking.

Tipps & Varianten

Statt Wiener passen auch Fleischwurst in Würfeln oder Kasseler – beides gibt dem Eintopf einen leicht rauchigen Ton. Wer vegetarisch kochen will, lässt die Wurst weg und gibt stattdessen eine halbe Dose stückige Tomaten dazu, das bringt Säure und Tiefe. Für eine herzhaftere Variante kurz Speckwürfel mit der Zwiebel anbraten, bevor die Linsen reinkommen. Den Essig am Ende nicht vergessen: ein Esslöffel klingt wenig, macht aber den Unterschied zwischen flach und rund. Ein Teelöffel Senf untergerührt gibt dem Eintopf außerdem etwas Schärfe und Bindung – das ist der kleine Trick, den viele Rezepte unterschlagen.

Aufbewahrung & Meal-Prep

Der Linsentopf ist ein klassisches Meal-Prep-Gericht. Im Kühlschrank hält er sich 4–5 Tage – und schmeckt ab Tag zwei noch besser, weil alles durchgezogen ist. Einfrieren klappt problemlos: portionsweise in Gefrierdosen füllen, hält sich drei Monate. Beim Aufwärmen einen guten Schluck Wasser dazugeben, Linsen quellen nämlich auch nach dem Kochen noch weiter nach und der Eintopf wird dicker als frisch. Wer plant, einen Teil einzufrieren, kann die Würstchen auch separat dazugeben – nach dem Auftauen in Scheiben schneiden und kurz miterhitzen, dann bleibt die Textur besser.

Häufige Fragen

Muss ich die Linsen vorher einweichen?

Nein. Braune Tellerlinsen – genau wie rote Linsen – kommen direkt trocken in den Topf. Einfach vorher kurz abspülen, das reicht. Anders als Kichererbsen oder große Bohnen brauchen sie kein mehrstündiges Wässern.

Kann ich die Würstchen weglassen oder ersetzen?

Klar. Ohne Würstchen bekommt der Eintopf einen veganen Charakter – er funktioniert trotzdem gut, braucht dann aber vielleicht etwas mehr Salz und Gewürz. Als Ersatz passen Fleischwurst, Kasseler oder auch Frankfurter Würstchen, je nachdem was gerade im Angebot ist. Geräucherter Tofu wäre die pflanzliche Option.

Der Eintopf ist zu flüssig oder zu dick geworden – was tun?

Zu dick: einen Schluck heißes Wasser unterrühren und kurz aufkochen lassen, dann abschmecken. Zu flüssig: Deckel abnehmen und 10 Minuten offen weiterkochen – oder einen Teil der Kartoffeln mit der Gabel andrücken, das dickt ohne Stärke an.

Warum kommt Essig in einen Linsentopf?

Essig hebt die Aromen an und bringt eine leichte Säure, die das Gericht runder macht. Linsen haben von Natur aus einen etwas erdigen, schweren Geschmack – die Säure wirkt dagegen. Das ist bei Linsensuppen und Eintöpfen eine alte Küchentechnik. Wer keinen Essig da hat, nimmt einen Spritzer Zitronensaft, das funktioniert genauso.

Was kosten die Zutaten gerade?

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